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Fachkräfte für den Landkreis gewinnen Wirtschaftsförderung befragt Pendler

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Herausgegeben von in News ·

Im Rahmen des Projektes „Zukunft Main-Tauber“ der Kreis-Wirtschaftsförderung soll jetzt eine Befragung von Pendlern starten. Die Wirtschaftsförderung will damit herausfinden, unter welchen Voraussetzungen sich Pendler einen Zuzug in den Main-Tauber-Kreis vorstellen könnten.

Wie es in einem Bericht des Landratsamtes Main-Tauber-Kreis heißt, pendelt ein hoher Anteil der Arbeitnehmer laut den statistischen Zahlen aus den vergangenen Jahren täglich zur Arbeit in den Main-Tauber-Kreis ein. In der Summe wurden im Jahresdurchschnitt rund 14.640 Einpendler festgestellt.

Die Wirtschaftsförderung des Landkreises sieht deshalb in Abstimmung mit den Städten und Gemeinden eine Chance, einen Teil dieser Menschen für einen Zuzug in den Landkreis zu begeistern. Damit könnte der demografischen Entwicklung und dem Trend zum Wegzug in urbane Regionen entgegengewirkt werden.

Um ein wissenschaftliches Vorgehen zu sichern, hat die Wirtschaftsförderung Verbindung zu Prof. Dr. Ditmar Hilpert aufgenommen. Er lehrt an der Hochschule Reutlingen und leitet ein Steinbeis-Transferzentrum für Unternehmensführung.

Hilpert stammt aus dem Main-Tauber-Kreis und ist mit der wirtschaftlichen Struktur bestens vertraut. „Mit ihm haben wir vereinbart, zunächst Weltmarktführer und eine Anzahl größerer Unternehmen in unserem Landkreis zu befragen“, erläutert der Amtsleiter der Wirtschaftsförderung, Rico Neubert. Hilpert hat für die Pendlerbefragung einen Fragebogen ausgearbeitet, der sich auf wissenschaftliche Indikatoren stützt und der anonym ausgefüllt werden kann. Hierbei geht es um die Ermittlung persönlicher Daten, die täglich zu bewältigende Pendlerstrecke und das jeweils genutzte Verkehrsmittel. Ebenso wird gefragt, welche Voraussetzungen für einen Zuzug in den Main-Tauber-Kreis vorliegen müssten. „Die Fragen drehen sich um Themen wie einen Arbeitsplatz für den Lebenspartner, Kinderbetreuung, Wohnungsmarkt und natürlich auch das Schulangebot“, nennt Wirtschaftsdezernent Jochen Müssig vom Landratsamt einige Beispiele. Mit den ersten wissenschaftlichen Auswertungen rechnet die Wirtschaftsförderung des Main-Tauber-Kreises im Frühjahr 2016. Aus den dann vorliegenden Daten sollen Rückschlüsse für die weitere Arbeit der Wirtschaftsförderung des Landkreises gezogen werden. Die Wirtschaft im Main-Tauber-Kreis wird insgesamt von Weltmarktführern, erfolgreichen mittelständischen Betrieben und einem engagierten Handwerk geprägt. Aufgrund der demografischen Entwicklung zeichnet sich jedoch ein immer stärker werdender Facharbeitskräftemangel ab. Die Wirtschaftsförderung des Main-Tauber-Kreises setzt daher bereits seit einiger Zeit auf die Themen „Karriere daheim“ und „Zukunft Main-Tauber“. „Dies soll in Beitrag sein, um Arbeitskräfte und Facharbeitskräfte für die heimische Wirtschaft zu gewinnen“, sagt Landrat Reinhard Frank. Beim Thema „Zukunft Main-Tauber“ steht der Zuzug in die Städte und Gemeinden des Landkreises im Mittelpunkt. „Hierbei werben wir mit den Vorzügen des ausgeprägten und vielfältigen Arbeitsangebotes in der Wirtschaft, im Handwerk und natürlich auch im Dienstleistungsgewerbe“, ergänzt Wirtschaftsdezernent Jochen Müssig. Ebenso wird auf die günstigen Lebensbedingungen und den hohen Freizeitwert des Main-Tauber-Kreises eingegangen. Bei dem Thema „Karriere daheim“ wird unmittelbar die Jugend im Main-Tauber-Kreis angesprochen. Hierzu werden in den Schulen innerhalb des Landkreises Vorträge gehalten, die mit Filmbeiträgen untermauert werden. Zudem hat der Kreistag des Main-Tauber-Kreises die Bezuschussung des Pendlertickets für Studenten bewilligt, die aus dem Main-Tauber-Kreis kommen und in Würzburg studieren. Die Pendlerbefragung läuft noch bis 15. Dezember. Der Fragebogen kann bei der Wirtschaftsförderung des Main-Tauber-Kreises bezogen werden. Kontakt: Landratsamt Main-Tauber-Kreis, Rico Neubert, Gartenstraße 1, 97941 Tauberbischofsheim, Telefon 09341/82-5809, Fax: 09341/828-5809, E-Mail: wirtschaftsfoerderung@main-tauber-kreis.de.




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